Am 1. Juni soll mit mehrjähriger Verzögerung der Spatenstich für die großflächige Bebauung des Bebauungsplans Nr. 55 an der Hafenstraße erfolgen. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hält dieses, vom grünen Oberbürgermeister häufig als „Modellprojekt“ gefeierte, Vorhaben für ein Paradebeispiel der verfehlten Wohnungsbaupolitik des OB, in welcher Investoren nach Ideologie ausgewählt werden und nicht nach ihrer Fähigkeit möglichst schnell Wohnraum zu schaffen.

„Der Spatenstich durch die beiden Bauträger begeno16 und Kondor Wessels Bouw Berlin findet natürlich nicht zufällig kurz vor der Oberbürgermeisterwahl am 12. Juni statt, sondern ist ein offensichtliches Wahlkampfgeschenk an den grünen Oberbürgermeister, um Erfolge zu symbolisieren. Tatsächlich ist die Entwicklung dieser städtebaulichen „Filetfläche“ an der Hafenstraße aber ein Paradebeispiel für die verfehlte Wohnungsbaupolitik des OB. Das Grundstück wurde dank der rot-rot-grünen Mehrheit und aktiv unterstützt durch den Oberbürgermeister nicht Projektentwicklern aus der Region, sondern der wohl ideologisch genehmeren UTB aus Berlin zur Entwicklung übergeben, die mit dem Projekt von Anfang an überfordert war. So waren dann auch die Bedingungen des Anhandgabevertrages aus Sicht unserer Fraktion im Herbst 2019 zum endgültigen Verkauf nicht erfüllt; der OB hat sich über unsere Bedenken hinweggesetzt und trotzdem den Kaufvertrag für sein „Modellprojekt“ unterzeichnet“, erläutert das Bürgerschaftsmitglied Madeleine Tolani.

„Nach dem Verkauf folgte bei Erschließung und Baubeginn eine Verzögerung nach der anderen und natürlich waren immer andere, niemals die UTB, schuld. In Wirklichkeit war diese vom Oberbürgermeister quasi persönlich ausgewählte Firma einfach nicht in der Lage das Gebiet schnellstmöglich zu entwickeln. Hätte man den von der CDU-Fraktion vorgeschlagenen Weg mit regionalen Firmen gewählt, würden an der Hafenstraße möglicherweise schon Menschen wohnen. Angesichts des relativ angespannten Wohnungsmarktes in Greifswald ist diese jahrelange Verzögerung unverantwortlich. Übrigens wollte die CDU für das Gebiet des B-Plans 55 eine gesunde Durchmischung aus Geschosswohnungsbau und Eigenheimen, aber auch dies wurde durch die linke Bürgerschaftsmehrheit verhindert. Auch wenn am 1. Juni nun also ein Spatenstich stattfindet, bezweifle ich aufgrund dieser Vorgeschichte, dass auf dieser Fläche in absehbarer Zeit Menschen wohnen werden. Die CDU-Fraktion wird jedenfalls genauestens auf die Einhaltung der mit dem Kaufvertrag durch die UTB eingegangenen Verpflichtungen achten und immer wieder kritisch nachhaken“, so Madeleine Tolani abschließend.

Von | 2022-06-01T18:05:26+02:00 Juni 1st, 2022|Fraktion|0 Kommentare

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