Die Frage nach der Menge an Verkaufsfläche gewinnt eine immer größere Bedeutung. Mit der Fertigstellung des Einkaufszentrums „Gleis 4“ in der Bahnhofstraße wurden neue Verkaufsflächen, auch für innenstadtrelevante Geschäfte geschaffen. Nun sollen im Bebauungsplan 109 – Fachmarktzentrum Anklamer Landstraße – weitere 1.500 m² Verkaufsfläche geschaffen werden, und zwar mit einem Angebot, welches auch in der Innenstadt vorgehalten wird. Es handelt sich dabei um bis zu 750 m² Verkaufsfläche für Glas, Porzellan, Keramik, Bilder, Bilderrahmen, Haushaltszubehör, Geschenk- und Dekoartikel, um bis zu 375 m² für Haus- und Tischwäsche, Gardinen, Badtextilien, bis zu 250 m² für Bettwaren und Bettwäsche und bis zu 125 m² für Lampen, Leuchtenzubehör und Elektrokleingeräte. Gleichzeitig stehen in unserer Innenstadt ca. 10 gewerblichen Verkaufsflächen leer. Dieser Leerstand ist nicht nur unbefriedigend für die Gewerbetreibenden, sondern macht auch äußerlich auf Bürger und Gäste unserer Stadt keinen guten Eindruck.
Die Frage, ob weiter freizügig Gewerberaum an der Peripherie der Stadt entstehen soll, ob zugunsten der weiteren (Wieder-)Belebung des Gewerbebestands in der Innenstadt hier eine zurückhaltendere Einstellung der Kommunalpolitik angezeigt ist oder ob es eine Kompromisslösung geben kann, sollte ausführlich und vor allem ergebnisoffen diskutiert werden. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion plant daher eine öffentliche Fraktionssitzung im Bürgerschaftssaal, um gemeinsam mit den Innenstadthändlern und den Einwohnerinnen und Einwohnern Greifswalds der Frage nachzugehen: „Braucht Greifswald noch mehr Verkaufsflächen und wenn ja, wo?“
„Es ist wichtig und richtig diese Frage in der breiten Öffentlichkeit zu diskutieren, bevor die Bürgerschaft den entsprechenden B-Plan beschließt. Mich hat es selbst gewundert, dass es so viel gewerblichen Leerstand in der Greifswalder Innenstadt gibt. Daher hoffe ich auf eine breite und angeregte Diskussion, damit wir für alle eine zufriedenstellende Lösung finden“, erläutert der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Hochschild. „Im Interesse aller, insbesondere aber der Gewerbetreibenden in der Innenstadt wünsche ich mir einen sensiblen Umgang in der Diskussion, um die bewältigbaren Probleme nicht zu verschärfen und den Innenstadt-Standort ´nicht schlecht zu reden´“, meinte Hochschild abschließend.

Von | 2017-06-14T14:57:56+00:00 Juni 14th, 2017|Fraktion|0 Kommentare

About the Author: