Die CDU-Fraktion in der Bürgerschaft hat eine Beschlussvorlage eingebracht, mit welcher der Oberbürgermeister als Mitglied des Stiftungsrates und dessen 2. Stellvertreterin, Frau Schlegel, als Mitglied im Vorstand des Pommerschen Landemuseums aufgefordert werden sollen, sich dafür einzusetzen, dass das Pommersche Landesmuseum im Jahr 2019 anlässlich des 250. Geburtstages von Ernst Moritz Arndt eine Sonderausstellung initiiert und durchführt.

Die Diskussionen über den Namenspatron der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald hätten gezeigt, dass es wichtig sei, die geschichtlichen Hintergründe des Lebens und Wirkens des gebürtigen Pommern Ernst Moritz Arndt weiter darzustellen. Da sich das Pommersche Landesmuseum u.a. der Pommerschen Landeskunde widme, sei dieses prädestiniert, eine solche Ausstellung zu konzipieren und durchzuführen, lautet es in der Vorlage. Dabei könne über dessen Leben (Geburtsort im Jahre 1869 war Groß Schoritz auf Rügen, Schulausbildung in Stralsund, Studium an der Greifswalder Universität) und insbesondere sein Wirken informiert werden. Ernst Moritz Arndt, der als Schriftsteller ein bedeutender Lyriker war, war in seiner akademischen Laufbahn zunächst an der Greifswalder Universität als Professor tätig und später in Bonn, wo er auch als Rektor der Universität wirkte. Arndt trat in seinem politischen Wirken u.a. für die Abschaffung der Leibeigenschaft, gegen die Fremdherrschaft in Deutschland und für ein geeintes Deutschland ein. Dementsprechend gehörte er 1848/49 dem ersten frei gewählten deutschen Parlament, der Frankfurter Nationalversammlung an. Wegen seiner politischen Überzeugungen verlor Arndt im Zuge der sog. „Demagogenverfolgung“ in Folge der „Karlsbader Beschlüsse“ für viele Jahre seine berufliche Existenz, bevor er 1840 rehabilitiert wurde. Arndt wird heute teilweise wegen seiner franzosenfeindlichen Schriften, die eine Folge der napoleonischen Fremdherrschaft waren, und wegen antisemitischer Äußerungen kritisiert.

„Wegen der nunmehr öffentlich geführten Diskussion über den Namenspatron unserer Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald wäre die gewünschte Ausstellung förderlich, einer noch breiteren Öffentlichkeit einen Einblick in das Wirken und das Leben von Ernst Moritz Arndt zu ermöglichen“ sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Hochschild. Er betont, dass er sich freue, dass es der CDU-Fraktion bereits gelungen sei, die Fraktionen Bürgerliste/FDP, Kompetenz für Vorpommern und das Bürgerschaftsmitglied Peter Multhauf als Miteinbringer der Beschlussvorlage zu gewinnen. „Ich würde mich freuen, wenn alle Fraktionen und Einzelmitglieder der Bürgerschaft sich der Beschlussvorlage anschließen würden, weshalb eine interfraktionelle Einbringung in die Bürgerschaft das Ziel der CDU-Fraktion ist“, betont Hochschild.

Von | 2017-05-17T10:53:44+00:00 Mai 17th, 2017|Fraktion|0 Kommentare

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