Angesichts des offensichtlichen Stillstands bei der Sanierung des Gebäudes Kapaunenstraße 20, dem ehemaligen „Pariser“, kritisiert die CDU-Bürgerschaftsfraktion die Nichterfüllung der ursprünglichen Fristen für dessen Sanierung und warnt vor ähnlichen Entwicklungen an anderen Stellen in Greifswald.

„Die Entwicklungen rund um das ehemalige „Pariser“ sind wirklich abenteuerlich und ein Negativbeispiel für Stillstand und die Verhinderung von Fortschritt in unserer Stadt. Im Sommer 2015 beschloss die Bürgerschaft – gegen die Stimmen der CDU – das Grundstück dahingehend auszuschreiben, dass dieses nur pachten oder kaufen darf, wer zusichert dort offene Jugend- und Sozialarbeit zu betreiben. Gemäß der entsprechenden Ausschreibung sollte sich der Käufer dann aber zumindest verpflichten, innerhalb von zwei Jahren nach Abschluss des Kaufvertrages mit der Sanierung des Hauses zu beginnen und diese drei Jahre nach dem Erwerb zu beenden. Verkauft wurde das Grundstück schließlich nach einem Beschluss des Hauptausschusses im Mai 2017 an den Verein „Jugend kann bewegen“. Ausgehend von den ursprünglichen Fristen müsste das Gebäude eigentlich heute fertig saniert sein – stattdessen wurde mit der Sanierung nicht einmal wirklich begonnen“, verdeutlicht der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Hochschild.

„Der Beginn der Sanierung hätte bereits im letzten Jahr sein sollen. Ausweislich eines Artikels in der Ostsee-Zeitung vor einigen Wochen hat der Oberbürgermeister diese Frist – übrigens an den bürgerschaftlichen Gremien vorbei – verlängert. Die durch die Verwaltung und den Verein in der OZ gelieferten Begründungen überzeugen nicht wirklich. Die benachbarten Bauarbeiten  begannen erst ein gutes Stück nach dem Erwerb der Kapaunenstraße 20 durch den Verein, man könnte heute bereits deutlich weiter sein. Ich befürchte eher, dass der Verein mit der Sanierung des Gebäudes schlicht überfordert ist. Eine weitere Verlängerung der Fristen lehnen wir daher ab. Besser wären die Rückabwicklung des Vertrages und eine erneute Ausschreibung ohne Zweckbindung“, ergänzt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Gerd-Martin Rappen.

„Um es ganz deutlich zu sagen: wäre die Kapaunenstraße 20 an einen regulären Investor verkauft worden, wäre das Haus heute höchstwahrscheinlich saniert und bewohnt. Im linken Lager spricht man einerseits ständig vom fehlenden Wohnraum in Greifswald, andererseits verhindert man hier dessen Entstehung. Und ich befürchte an anderen Stellen in der Stadt ähnliches. So hat sich um das zum Verkauf anstehende Gebäude Gützkower Straße 59 nach eigener Auskunft der Verein „Lit e.V.“ beworben, der dort ein „alternatives“ Wohnprojekt einrichten will. Sollte der Verkauf an diesen Interessenten erfolgen, fürchte ich einen ähnlichen Stillstand wie in der Kapaunenstraße. Zusammen mit dem jahrelangen Trauerspiel im B-Plan 55 oder der Diskussion um das Bauvorhaben an der Stralsunder Straße 47/48 ist klar: rot-rot-grüne Politik in Greifswald steht für Verhinderung und Stillstand“, so Axel Hochschild abschließend.

Von | 2020-11-23T10:06:34+01:00 November 23rd, 2020|Fraktion|0 Kommentare

About the Author:

Cookie-Einstellung

Bitte treffen Sie eine Auswahl. Weitere Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Auswahl finden Sie unter Hilfe. Datenschutz | Impressum

Treffen Sie eine Auswahl um fortzufahren

Ihre Auswahl wurde gespeichert!

Weitere Informationen

Hilfe

Um fortfahren zu können, müssen Sie eine Cookie-Auswahl treffen. Nachfolgend erhalten Sie eine Erläuterung der verschiedenen Optionen und ihrer Bedeutung.

  • Cookies akzeptieren:
    Jedes Cookie wie z.B. Tracking- und Analytische-Cookies.
  • Nur First-Party-Cookies zulassen:
    Nur Cookies von dieser Webseite.
  • Keine Cookies zulassen:
    Es werden keine Cookies gesetzt, es sei denn, es handelt sich um technisch notwendige Cookies.

Sie können Ihre Cookie-Einstellung jederzeit hier ändern: Datenschutz. Impressum

Zurück