Seit über einem Jahr müssen Schüler und Lehrer in Greifswald unter Pandemiebedingungen lernen und lehren. Beide Seiten zeigen hohen Einsatz um den „Distanzunterricht“ erfolgreich zu gestalten, leiden aber immer wieder unter der mangelnden technischen Infrastruktur. In den kommenden Wochen wird die Digitalisierung der Greifswalder Schulen deutlich vorankommen, nicht zuletzt dank der Hartnäckigkeit der CDU-Bürgerschaftsfraktion Greifswald.

„Bereits im März hatte unsere Fraktion im Bildungs- und im Hauptausschuss nach dem aktuellen Stand bei der Ausstattung der Greifswalder Lehrer mit Laptops und vergleichbaren Endgeräten gefragt. Der Oberbürgermeister sicherte damals eine Antwort zu, die dann aber auf sich warten ließ. Dank der Hartnäckigkeit und erneuter Fragen unserer Fraktion dazu kündigte der OB nun in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses an, dass er durch eine Eilentscheidung städtische Mittel in Höhe von 240496,96 € für die Beschaffung entsprechender Geräte vorab freigeben wird. Dies wird die Bedingungen für die digitale Schule während der Pandemie und auch danach deutlich verbessern. Ebenso werden in den nächsten Wochen die meisten städtischen Schulen einen Glasfaseranschluss mit mindestens einem 1 Gigabit erhalten. Die CDU-Fraktion hatte bereits im vergangenen Jahr durch eine kleine Anfrage die teilweise desaströse Internetanbindung der Schulen in Greifswald aufgedeckt und schnelle Verbesserungen gefordert“, erläutert der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Hochschild.

„Nach längerem Zögern wird der Oberbürgermeister nun endlich aktiv bei den „Lehrer-Laptops“. Die eigentliche Blamage leistet sich jedoch das SPD-geführte Bildungsministerium, welches Anfang Februar erneut eine Förderrichtlinie für diesen Zweck angekündigt hat und die Ende April immer noch nicht vorliegt. Greifswald kann es sich leisten hier in Vorleistung zu gehen, aber viele kleinere Schulträger können dies nicht. Wie schon bei der Umsetzung des Digitalpakts gezeigt, versagt Bildungsministerin Bettina Martin bei der Digitalisierung der Schulen weiterhin völlig. Ich frage mich auch, ob der Greifswalder Bildungsausschussvorsitzende Erik von Malottki und der SPD-Landtagsabgeordnete und Digitalisierungsminister Christian Pegel es schlicht versäumt haben, sich bei ihrer „Genossin“ für die Interessen der Greifswalder Schüler und Lehrer einzusetzen oder sich einfach nicht durchsetzen konnten. Das Land muss zügig nachliefern, damit Greifswald die entsprechenden Fördermittel dann auch erhalten kann“, kritisiert der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Bildungsausschussmitglied Gerd-Martin Rappen.

„Leider gibt es auch bei der Breitbandanbindung der Schulen Wermutstropfen: die Arndtschule und Nexöschule sollen nach den Vorstellungen des OB noch bis 2025 auf Glasfaseranschlüsse warten müssen. Dies halten wir als CDU-Fraktion für nicht hinnehmbar. Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch diese beiden Schulen zeitnah solche Anschlüsse bekommen; im Zweifel müssen dafür zusätzliche städtische Mittel bereitgestellt werden. Abschließend möchte ich grundsätzlich eines festhalten: die Digitalisierung der Schulen ist absolut notwendig und es ist gut, dass Greifswald dort endlich vorankommt. Aber das politische Ziel muss weiterhin sein, die Kinder möglichst schnell zurück in die Schulen zu holen. Es ist daher für mich absolut unverständlich, warum Mecklenburg-Vorpommern erheblich von den Bundesregelungen abweicht und Schulschließungen bereits ab einer Inzidenz von 100 vorsieht statt ab dem Inzidenzwert 165. Ich hoffe, dass in dieser Frage in Schwerin demnächst ein Umdenken stattfindet, damit wieder alle Schüler am Präsenzunterricht teilnehmen können“, so Axel Hochschild abschließend.

Von | 2021-04-28T09:54:42+02:00 April 28th, 2021|Fraktion|0 Kommentare

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