Am 13. August jährte sich zum 58. Mal der Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961. Wie auch in den vergangenen Jahren gedachte der CDU-Stadtverband Greifswald zusammen mit Greifswalder Bürgern des Mauerbaus, der unschuldigen Insassen des sowjetischen Speziallagers Nr. 9 Fünfeichen und allen Opfern der deutschen Teilung und der kommunistischen Unrechtsherrschaft.

In seiner Eröffnungsrede sagte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Gerd-Martin Rappen: „Der 13. August als Gedenktag anlässlich des Beginns des Baus der Berliner Mauer muss, gerade durch uns Christdemokraten, in stetiger Erinnerung wachgehalten werden. Er ist uns eine Mahnung, dass es nicht selbstverständlich ist in einer freien, demokratischen Gesellschaft mitten in einem vom Frieden geprägten Europa leben zu können und dies auch heute für Millionen Menschen immer noch nicht selbstverständlich ist.“

In seiner Gedenkansprache erklärte der Landrat von Vorpommern-Greifswald Michael Sack: „Eine der frechsten Lügen der Geschichte war sicherlich Walter Ulbrichts Aussage, niemand habe die Absicht eine Mauer zu errichten. Die menschenverachtende Brutalität der innerdeutschen Grenze, zu ihrem Ende hin nahezu perfektioniert, fordern uns auf der Opfer und des vergossenen Blutes zu gedenken“.

Im Anschluss an die Rede des Landrates erfolgte die Niederlegung der Kränze durch Gerd-Martin Rappen, Michael Sack, Jeannette von Busse, Jürgen Liedtke, Herbert Kautz und Helma Weidemann. Sodann berichtete der Kreisvorsitzende der Senioren-Union Vorpommern-Greifswald Herbert Kautz von den persönlichen Erfahrungen seiner Familie mit dem Unrechtsregime der SED und forderte „gegen jede Form von Extremismus, ob von rechts oder links, mit einer gehörigen Portion Zivilcourage vorzugehen.“

Nach dem gemeinsamen Singen der Nationalhymne wurde die Gedenkveranstaltung durch die stellvertretende Oberbürgermeisterin Jeannette von Busse geschlossen. In ihrer Schlussrede schlug sie den Bogen zum bevorstehenden dreißigsten Jahrestag des Falls der Berliner Mauer und betonte: „Gerade für die jüngere Generation sind Mauer und ein geteiltes Deutschland Erzählungen wie aus ferner Vergangenheit und praktisch unvorstellbar. Umso wichtiger ist es, immer wieder am 13. August an die deutsche Teilung und ihre Opfer zu erinnern.“

Von | 2019-08-15T11:00:22+00:00 August 15th, 2019|Stadtverband|0 Kommentare

About the Author: