Am 13. August jährte sich zum 59. Mal der Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961. Wie auch in den vergangenen Jahren gedachte der CDU-Stadtverband Greifswald zusammen mit Greifswalder Bürgern des Mauerbaus, der unschuldigen Insassen des sowjetischen Speziallagers Nr. 9 Fünfeichen und allen Opfern der deutschen Teilung und der kommunistischen Unrechtsherrschaft.

In seiner Eröffnungsrede sagte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Gerd-Martin Rappen: „30 Jahre sind seit der Wiedervereinigung vergangen, eine lange Zeit. Eine Zeit in der Viele viel vergessen können. Wo am Ende meistens die schönen Erlebnisse in Erinnerung bleiben und nicht die Beschwernisse und Entbehrungen des Alltags. Umso wichtiger ist es immer wieder an die dunklen Schattenseiten der DDR zu erinnern, wofür der Mauerbau, und damit das Einsperren der eigenen Bevölkerung, oder die Leiden der Gefangenen in Fünfeichen stehen. Das darf niemals vergessen werden.“

In seiner Gedenkansprache erklärte der Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor eindrücklich: „Für mich als Nachgeborenen wie für die CDU ist der Bau der Berliner Mauer Mahnung und Auftrag für eine klare anti-kommunistische Haltung. Für den Fall der Mauer 1989 dürfen, neben der Dankbarkeit für die historische Leistung von Helmut Kohl, vor allem wir Ostdeutsche selbst stolz auf unseren Mut sein. Diesen Stolz sollten wir auch heute zeigen, auf das Erreichte in den 30 Jahren seit der deutschen Einheit und auf unsere Chancen im wiedervereinigten Deutschland.“

Im Anschluss an die Rede von Philipp Amthor erfolgte die Niederlegung der Kränze durch Gerd-Martin Rappen, Philipp Amthor, Michael Sack, Dr. Lüer Kühne, Herbert Kautz und Axel Hochschild. Sodann berichtete für die Senioren-Union Dr. Lüer Kühne als Zeitzeuge über den 13. August 1961: „Die Zeit vor dem 13.8. war bereits von Repression und Schikane durch das SED-Regime geprägt. Der Bau der Mauer und die damit verbundene Trennung vom Westen war trotzdem ein Schock, den sich jüngere Menschen wohl nur schwer vorstellen können. Niemals vergessen dürfen wir die hunderten Toten an der Berliner Mauer.“

Vor dem Abspielen der Nationalhymne wurde die Gedenkveranstaltung durch den CDU-Landesvorsitzenden und Landrat Michael Sack geschlossen. In seiner Schlussrede stellte er den Bau der Mauer in eine Reihe mit anderen historischen Beispielen kommunistischer Unterdrückung: „Der Bau der Berliner Mauer stellt einen Höhepunkt in einer Reihe von Ereignissen dar, die den Freiheitswillen der Menschen in Osteuropa deutlich machen. Der Aufstand in der DDR am 17. Juni 1953, der Volksaufstand in Ungarn 1956, der Prager Frühling 1968 und die Solidarnosc-Bewegung in Polen 1979/80 wurden alle von den kommunistischen Herrschern unterdrückt. Glücklicherweise gelang es schließlich durch den Mut der Menschen und Persönlichkeiten wie Johannes Paul II. die kommunistische Herrschaft zu überwinden.“

Copyright Fotos: Jens Oellermann, Axel Hochschild, Ivo Sieder

 

Von | 2020-08-14T15:32:44+00:00 August 14th, 2020|Stadtverband|0 Kommentare

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