Bundesweit wird über die sogenannte „geschlechtergerechte“ Sprache diskutiert. Diese verwendet, ohne Rücksicht auf die deutsche Grammatik, Schreibweisen wie das Gendersternchen, angeblich im Sinne der Gleichstellung. Auch in Greifswald gibt es seit einiger Zeit einen Leitfaden des grünen Oberbürgermeisters, welcher der Stadtverwaltung den Gebrauch dieser Sprache empfiehlt bzw. in offiziellen Dokumenten sogar verbindlich vorschreibt. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion Greifswald lehnt diese Entwicklung ab und hinterfragt mit einer kleinen Anfrage die Rechtmäßigkeit dieser Regelung für die Verwaltung.

„Anstatt sich um die wirklich dringenden Probleme unserer Stadt wie Parkplatzmangel, Wildschweine oder die mangelhafte Digitalisierung unserer Schulen zu kümmern, hatte der Oberbürgermeister Zeit einen „Leitfaden zum einheitlichen Umgang mit geschlechtergerechter Sprache“ zu entwickeln. Dieser „empfiehlt“ Verwaltungsmitarbeitern solch eine Sprache verwaltungsintern und macht diese sogar verpflichtend bei Dokumenten und Publikationen mit Außenwirkung. Nun kann privat jeder Mensch sprechen und schreiben wie er möchte. Im offiziellen Auftreten der Stadtverwaltung verlange ich jedoch eine grammatisch sowie orthographisch korrekte und für jeden Bürger verständliche Sprache; beides leistet die sogenannte „geschlechtergerechte“ Sprache nicht“, erläutert der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Hochschild.

„Maßgeblich für die amtliche deutsche Rechtschreibung, an die sich die Stadtverwaltung zu halten hat, ist der „Rat für deutsche Rechtschreibung“. Und dieser Rat hat gerade erst vor kurzem ausdrücklich die Aufnahme des Gendersternchens und vergleichbarer Schreibweisen in das amtliche Regelwerk abgelehnt. Wir als CDU-Fraktion wollen daher vom Oberbürgermeister wissen, auf welcher Rechtsgrundlage er eigentlich von dieser amtlichen Rechtschreibung abweicht. Auch ein entsprechender Bürgerschaftsbeschluss ist mir nicht bekannt. Trotzdem gibt es inzwischen aus der Stadtverwaltung praktisch kein Schreiben mehr, in welchem nicht die grammatisch falsche und die Lesbarkeit störende „geschlechtergerechte“ Sprache verwendet wird. Wir als CDU-Fraktion werden jedenfalls auch weiterhin die amtliche deutsche Rechtschreibung verwenden und nicht durch Gendersternchen, sondern durch konkrete Politik die Gleichstellung von Männern und Frauen in Greifswald vorantreiben“, so Axel Hochschild abschließend.

Von | 2021-07-26T13:29:47+02:00 Juli 26th, 2021|Fraktion|0 Kommentare

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