Im den nächsten Monaten werden die Greifswalder Sporthallen II und III abgerissen werden, um Platz für entsprechende Neubauten zu schaffen. Der grüne Oberbürgermeister hat bisher keine Lösung für die betroffenen Sportvereine präsentiert und in der Sondersitzung der Bürgerschaft am 20. Januar deren Sorgen in unverschämter Weise kleingeredet. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion fordert daher den Oberbürgermeister per Beschlussvorlage auf, den betroffenen Vereinen weiterhin die Ausübung ihres Sports zu ermöglichen und diese auch finanziell dabei zu unterstützen.

„Ich bin fassungslos, wie der grüne Oberbürgermeister in der Bürgerschaft auf eine Frage der CDU-Fraktion zu den Sporthallenabrissen geantwortet hat. Anstatt Lösungen zu präsentieren oder zumindest Interesse an einer Lösung zu signalisieren, hat er das berechtigte Anliegen eines auch in der Bauzeit weiterlaufenden Vereinsbetriebs beiseite gewischt und versucht gegen den Schulsport auszuspielen. Die Vereine wissen, dass sie für die Bauzeit mit Einschränkungen rechnen müssen. Aber einfach zu sagen, betroffene Vereine hätten die nächsten Jahre eben Pech gehabt, ist unverschämt. Der Höhepunkt war dann erreicht, als der OB dem Fragesteller unterstellte, den Abriss und Neubau der beiden Sporthallen in Frage zu stellen. Kritische Fragen sind beim Oberbürgermeister offensichtlich unerwünscht und werden mit Unterstellungen beantwortet“, wird der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Hochschild deutlich.

„In seinem Jahresabschlussinterview hat der Oberbürgermeister sich zwar für den Bau der zwei neuen Sporthallen gefeiert, aber die dazugehörigen Hausaufgaben nicht erledigt. Die durch den Abriss entstehenden Probleme sind seit Jahren bekannt und wurden auch im Sozialausschuss mehrfach thematisiert. Bisher wurde dazu durch die Verwaltung mitgeteilt, dass man an einer Lösung arbeite, auch wenn Einschränkungen unvermeidlich seien und der Schulsport Vorrang habe. Hingegen hat der OB in der Bürgerschaft klargemacht, dass die Vereine von ihm keine Unterstützung erwarten können. Diese Aussage ist für mich unbegreiflich. Da die Sporthalle II bereits ab Mai abgerissen werden soll, muss für die dort beheimateten Vereine eigentlich zur Vergabe der Sommerhallenzeiten Mitte März eine Lösung gefunden sein. Ansonsten stehen zunächst die beiden traditionsreichen Greifswalder Badmintonvereine vor der Einstellung ihres Sportbetriebs, im Laufe des Jahres dann weitere Sportvereine. Gerade nach den wiederholten „Sportverboten“ durch die Pandemie in den letzten zwei Jahren brauchen diese Vereine eine vernünftige Perspektive“, ergänzt Madeleine Tolani als Mitglied des für Sport zuständigen Sozialausschusses.

„Da vom Oberbürgermeister hierbei selbstständig nichts mehr zu erwarten ist, haben wir als CDU-Fraktion eine Beschlussvorlage eingebracht, die den OB beauftragt sicherzustellen, dass alle betroffenen Vereine weiterhin ihren Spiel- und Trainingsbetrieb aufrechterhalten können. Neben einer Nutzung der verbleibenden städtischen Sporthallen wird es dafür auch notwendig sein, Hallenzeiten bei Dritten, wie dem Landkreis oder den freien Schulen, anzumieten. Da dies für die Vereine alleine finanziell nicht leistbar ist, beantragen wir ebenfalls eine städtische Unterstützung für die Vereine bei diesen Mietkosten. Dies wäre gut angelegtes Geld für den Sport in Greifswald, gerade auch im Kinder- und Jugendbereich“, so Axel Hochschild abschließend.

Von | 2022-02-04T11:25:00+01:00 Februar 4th, 2022|Fraktion|0 Kommentare

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