Axel Hochschild

Axel Hochschild

Nun ist es mal wieder so weit: An der Ernst-Moritz-Arndt-Universität wird wieder einmal eine Debatte über den Namen geführt. Man könnte glatt meinen, diese Debatte wird so häufig wiederholt, bis das Ergebnis passt. Dabei fällt auf, dass die Debatte immer von denjenigen angestoßen wird, die sich mit unserer Universitäts- und Hansestadt, unserer Heimat nicht identifizieren können oder wollen. Es sind immer wieder Studenten die für 3 – 5 Jahre an der Alma Mater Gryphiswaldensis eingeschrieben und Gast in unserer schönen Stadt sind. Die meisten werden in dieser Zeit auch nicht Bürger der Stadt und verlassen diese dann wieder mit oder ohne universitären Abschluss! Daneben gibt es aber auch solche Menschen, die an der Universität arbeiten und mit diesem Einkommen nicht schlecht leben. Dieser Gruppe der Aktivisten zur Ablegung des Namens „Ernst-Moritz-Arndt-Universität“ steht, wenn sie an einer wissenschaftlichen Einrichtung mit einem aus ihrer Sicht „schlimmen Namen“ nicht arbeiten wollen, der Weg an eine der anderen 427 Hochschulen in Deutschland (davon noch 197 Universitäten!) oder kaum bezifferbarer ausländischer Hochschulen offen. Stattdessen kämpfen diese beiden Gruppen wieder einmal darum, ihren Willen durchzusetzen und hoffen darauf, dass es diesmal eine Mehrheit im zuständigen Universitätsgremium gibt. Sollte dieser Fall tatsächlich eintreten, trifft diese egoistische Entscheidung nicht nur die Universitätsangehörigen, sondern vielmehr die Bevölkerung einer ganzen Stadt, nämlich der Universitätsstadt Greifswald! Dies sind Menschen, die gerne in unserer schönen Stadt  mit „ihrer Universität“ leben und eben nicht selten auch „von der Universität leben“. Doch genau diese Menschen werden überhaupt nicht zum Namen der Universität befragt. Auch wenn formal nur die Universität zur Entscheidung über ihren Namen berufen ist, wäre ein „Hineinhören“ in die Bevölkerung zu erwarten, und zwar auch außerhalb der sowieso im „eigenen Lager stehenden Menschen“.

„Da verwundert es schon, dass ausgerechnet der erste Mann der Stadt, unser Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder, sich nicht geäußert hat. Als Historiker ist er nicht nur prädestiniert, sich fachlich zu äußern, es wäre  als Oberbürgermeister auch seine Pflicht! Aber leider duckt er sich mal wieder weg, so wie dies bei Problemen häufiger der Fall ist. Dann ist Herr Fassbinder einfach aus der Öffentlichkeit verschwunden“, ist der CDU-Fraktionsvorsitzende Axel Hochschild verwundert und erklärt: „Ich hoffe, dass der Senat der Universität die Weisheit und Weitsicht besitzt, den Namen Ernst-Moritz-Arndt Universität nicht abzulegen!“

Von | 2017-03-09T18:05:13+00:00 Januar 13th, 2017|Fraktion|0 Kommentare

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