Am 18. Mai erschien in der Greifswalder Ostsee-Zeitung ein Bericht über einige letztes Jahr neugewählte Mitglieder der Greifswalder Bürgerschaft. Während über vier Bürgerschaftsmitglieder aus dem linken Lager und deren Themen ausführlich berichtet wurde, blieb für unser Bürgerschaftsmitglied Prof. Dr. Madeleine Tolani trotz eines längeren Interviews mit dem zuständigen Redakteur Christopher Gottschalk nur äußerst kurz und auch missverständlich Platz. Wir hätten uns gewünscht, dass Vertretern aus beiden „Lagern“ in der Bürgerschaft gleicher Platz in dem Artikel eingeräumt wird. Daher an dieser Stelle alle an Madeleine Tolani gestellten Fragen und ihre Antworten.

  1. Frage: Wie würden Sie die Arbeit in der Bürgerschaft im ersten Jahr beschreiben?

Antwort: Im konservativen Lager besteht die Arbeit darin, unsere Universitäts- und Hansestadt nach vorne zu bringen, was bislang nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat, da vom linken Lager unsere Vorschläge nicht gewürdigt werden.

  1. Frage: Von welchen Arbeitsweisen und Vorfällen in der Bürgerschaft waren Sie im ersten Jahr überrascht.

Antwort: Den Beschluss des Klimanotsands am 25.06.2019, und der Glaube von Greifswald aus die Welt zu verändern, empfand ich als sehr befremdlich und hat mich in diesem Moment sehr überrascht.

  1. Frage: Wie wurden Sie als „Neue“ in die Prozesse eingearbeitet und gehört eine gewisse „Anlaufphase“ zum Parlamentarier-Sein dazu?

Antwort: Die Kollegen in der CDU-Bürgerschaftsfraktion  haben mich sehr freundlich aufgenommen und ihre Hilfe angeboten.

  1. Frage: Die Bürgerschaft wurde nach der letzten Wahl weiblicher – in welchen politischen Inhalten schlägt sich dies nieder? Falls es das nicht tut, warum nicht aus Ihrer Sicht?

Antwort: Aus meiner Sicht schlägt sich dies nicht in politischen Inhalten nieder, z.B. ich als Frau vertrete konservative Positionen wohingegen andere Frauen, wie Monique Wölk, linke Positionen vertreten.

  1. Frage: Wenn Sie eine Arbeitsweise/Verhalten/Gewohnheiten in der Bürgerschaft ändern könnten: Was wäre das und warum?

Antwort: Dem anderen politischen Lager zuzuhören, vorgebrachte Argumente der anderen zu würdigen und als Chance zu begreifen, die eigenen politischen Überzeugungen so kritisch zu hinterfragen.

  1. Frage: Was braucht es um die Bürgerschaft effektiver und bürgernäher zu gestalten?

Antwort: Es würde manchen Gedanken vollenden, würde man ihn vor der Sitzung aufschreiben.

Von | 2020-05-19T16:34:22+00:00 Mai 19th, 2020|Fraktion|0 Kommentare

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