Am 13. August 2017 führte der Ortsverband Innenstadt/Schönwalde des CDU-Stadtverbands Greifswald am Tag des Mauerbaus in Berlin 1961 wieder seine traditionelle Gedenkveranstaltung an der „Fünfeichen-Stele“ zur Erinnerung an die Opfer von DDR-Unrecht und deutscher Teilung durch.

Begrüßt wurden die anwesenden Greifswalder vom Stadtverbandsvorsitzenden Axel Hochschild und dem Ortsverbandsvorsitzenden Dr. Sascha Ott. Die Gedenkrede 2017 wurde vom Vorsitzenden der CDU-Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern und Sprecher der CDU-Landesgruppen, Eckhardt Rehberg MdB, gehalten. In seiner Rede machte Eckhardt Rehberg deutlich, dass der 13. August 1961 nicht isoliert zu betrachten sei, sondern in einer Reihe stehe mit anderen Ereignissen im sowjetischen Machtbereich wie dem 17. Juni 1953 in der DDR, dem Volksaufstand in Ungarn 1956, dem Prager Frühling 1968 und der Solidarnosc-Bewegung in Polen 1979/80. Alle diese Ereignisse stünden für den Freiheitswillen der Menschen im Osten, der von den kommunistischen Machthabern missachtet und unterdrückt wurde. Rehberg erinnerte an die vielen Toten, nicht nur an der Berliner Mauer, an der gesamten innerdeutschen Grenze und machte die gegen die eigene Bevölkerung gerichtete Funktion der Grenze deutlich: „Die Selbstschussanlagen zielten nach Osten, die Minen lagen auf der Ostseite der Grenze“. Er machte deutlich, dass die DDR entgegen mancher Äußerungen heutiger Politiker der SPD oder DIE LINKE ein Unrechtsstaat gewesen sei, der die eigene Bevölkerung eingesperrt und drangsaliert habe. In den 1980ern habe dann wesentlich der polnische Papst Johannes Paul II. zur Erosion des Ostblocks beigetragen. Die Zentrale Erfassungsstelle in Salzgitter habe durch ihre Dokumentation von Unrecht und Unterdrückung in der DDR die Idee einer Wiedervereinigung weiter verfolgt, gegen den ausdrücklichen Widerstand der damaligen SPD. Dank dem Mut der Menschen in der DDR konnte schließlich die Mauer 1989 „von Osten eingedrückt“ werden und die Wiedervereinigung Deutschlands erreicht werden. Eckhardt Rehberg stellte abschließend mit Blick auf Greifswald fest, dass Ostdeutschland blühe und gedeihe, wie von Helmut Kohl versprochen.

Im Anschluss wurden an der Fünfeichen-Stele Kränze im Gedenken an die Opfer von DDR und Teilung niedergelegt, durch Eckhardt Rehberg MdB für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Egbert Liskow MdL und Axel Hochschild für den CDU-Kreisverband Vorpommern-Greifswald sowie Dr. Lüer und Elisabeth Kühne für die Seniorenunion. Nach einigen perönlichen Erinnerungen an die 1950er und 1960er Jahre in der DDR von Dr. Lüer Kühne spielten die anwesenden Musiker, unter Leitung von Wilfried Koball, die deutsche Nationalhymne und die Veranstaltung wurde vom CDU-Kreisverbandsvorsitzenden Egbert Liskow MdL beendet.