CDU Greifswald

CDU-Fraktion bringt Realismus zurück in die Greifswalder Klimapolitik

Die CDU-Bürgerschaftsfraktion Greifswald beantragt für die erste Bürgerschaftssitzung 2026 das Ziel der Universitäts- und Hansestadt Greifswald hinsichtlich der städtischen Klimaneutralität von 2035 auf 2045 zu ändern und somit den Realismus in die Greifswalder Klimapolitik zurückzubringen.

Der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Torsten Heil erläutert: "Deutschland insgesamt ist gesetzlich verpflichtet 2045 treibhausgasneutral zu werden. Aus unserer Sicht gibt es aber keinen Grund dafür, dass die Stadt diese Klimaneutralität ganze zehn Jahre früher als der Rest des Landes erreichen muss. Die jüngst vorgestellten Entwürfe zur kommunalen Wärmeplanung haben exemplarisch deutlich gemacht, dass die geforderte Neutralität 2035 nicht realistisch zu erreichen sein wird. Selbst 2045 wird noch erhebliche Kraftanstrengungen und Investitionen erfordern. Greifswalds Bürger, die Wirtschaft und auch die städtischen Gesellschaften wie Stadtwerke und WVG dürfen nicht überfordert werden. Daher beantragen wir das mit damaliger links-grüner Mehrheit beschlossene Ziel 2035 auf das realistische und gesetzeskonforme Ziel 2045 zu ändern“.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Gerd-Martin Rappen ergänzt: „Die CDU steht zum Klimaschutz, in Deutschland und in Greifswald. Akzeptanz des Klimaschutzes erreicht man aber nicht durch ideologische Beschlüsse und unerreichbare Ziele, sondern durch Planungssicherheit für Haushalte und Betriebe sowie praktisch und stufenweise umsetzbare Maßnahmenkataloge. Übrigens plant auch das Land Mecklenburg-Vorpommern mittlerweile mit dem Jahr 2045 für die Klimaneutralität. Greifswald könnte mit unserem Vorschlag also Hand in Hand mit Bund und Land Klimaschutzmaßnahmen erarbeiten und umsetzen, im Interesse der Greifswalderinnen und Greifswalder und der Umwelt.“